Sutherland entdeckte, dass der Schädel (Cranium) rhythmische Bewegungen ausführt, die sich bis ins Kreuzbein (Sacrum) fortsetzen.

Gemeinsam mit den Hirn- und Rückenmarkshäuten bildet dies eine Einheit, in der sich die Gehirnflüssigkeit (Liquor) in einem bestimmten Rhythmus durch pulsierende Druckschwankungen wahrnehmbar macht. Diese Bewegung des Ausweitens und Zusammenziehens (Flexion und Extension) ist spürbar, im Schnitt liegt die Frequenz der Bewegung bei 6-12 Zyklen pro Minute.

Man kann diese sanften Bewegungen überall am Körper, vor allem aber an den einzelnen Schädelknochen ertasten (= cranio-sakraler Rhythmus).

Ein ungestörtes, spannungsfreies cranio-sakrales System ermöglicht gesunde Funktionen von Gehirn, zentralem Nervensystem und Organsystemen.

Gibt es Einschränkungen der hydraulischen Bedingungen, wird nicht nur die Physiologie des Körpers, sondern auch die Psyche empfindlich gestört. In der Cranio-Sakralen Ausgleichstherapie, die in ihrer Entwicklung auf den Arzt und Osteopathen J. E. Upledger zurückgeht, ertastet man mit sanft aufgelegten Händen die Bewegungen des cranio-sakralen Rhythmus an verschiedenen Stellen des Körpers und nimmt Einfluss auf das System.

So wird es dem Klienten erleichtert, loszulassen und er entspannt im ganzheitlichen Sinn.

Dieser Rhythmus kann durch Geburtskomplikationen, Unfälle, psychische Belastungen und allgemein traumatischer Ereignisse im Ungleichgewicht sein.

Hier kann mit feinen manuellen Impulsen (Griffen) die Selbstregulierung des Körpers eingeleitet und unterstützt werden.

Dieses Vorgehen kann den Energiefluss verbessern, die Selbstheilungskräfte aktivieren und Funktionseinschränkungen und seelische Traumata lösen.

 

Begründer war der Amerikaner und Osteopath W.G. Sutherland zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
In den 70-er Jahren wurde diese Technik von J.E. Upledger weiterentwickelt.

Das cranio-sacrale System besteht aus

  • Cranium (Schädel)
  • Wirbelsäule
  • Sacrum (Kreuzbein)
  • Hirn- und Rückenmarkshäuten, sowie deren Flüssigkeit

 

Gut bewährt bei

  • Mittelohrentzündung
  • Tinnitus
  • Kieferkorrekturen durch Zahnspangen u.v.m.